Kreisbläsertreffen 2014

Grußwort unserer Vorsitzenden Britta Freifrau von Weichs zum Kreisbläsertreffen 2014

„Was gleicht wohl auf Erden dem Jagdvergnügen, als beim Klang der Hörner im Grünen zu liegen".
 
 
Als Vorsitzende der Kreisjägerschaft Höxter möchte ich Sie mit diesem Zitat aus der Oper „Der Freischütz“ von Carl Maria von Weber begrüßen und  heiße ich Sie alle, die Jagdhornbläserinnen und Jagdhornbläser unserer Bläsercorps, die Jägerinnen und Jäger unseres Kreises und ebenso alle Gäste hier in Beverungen zum diesjährigen Kreisbläsertreffen recht herzlich willkommen.
 
 
60 Jahre Bläsercorps Beverungen sind Anlass genug, dass wir dieses Jahr hier zusammen gekommen sind  und gemeinsam dieses Jubiläum feiern wollen.
 
 
Unsere Jagd blickt auf eine beeindruckende Tradition zurück. Sie ist so alt, wie unsere Menschheitsgeschichte selbst, und dennoch stehen wir Jägerinnen und Jäger mitten in den Herausforderungen der modernen Welt, in der wir uns das  wertvolle Gut dieser alten Jagdkultur und ihrem Brauchtum bewahren müssen.
 
 
Die Erwartungen der Gesellschaft an uns, die Jägerschaft,  sind groß: Vom nachhaltigen Naturschutz, über das Tierwohl, die  artenreiche und wohlgeschützte Natur bis hin zur Vermeidung von Wildunfällen.
 
 
Dazu  zeigen wir alle, jeder in seiner Umgebung, seinem Revier oder Hegering, vielfältigsten Einsatz, um das Bild der Jagd in der Öffentlichkeit  als ein positives darzustellen, nämlich als ein wunderbares Naturerlebnis mit hohem Erholungswert und angewandten Naturschutz. Besonders  gehört hierzu auch das  klingende, schallende  Aushängeschild der Jagdhornbläserei.
 
 
Justus Frantz , der Initiator des Schleswig - Holstein Musikfestival, beschreibt mit seinem Orchester „Philharmonie der Nationen“  Musik als menschenverbindend und daher friedensstiftend. Auch wir Jäger können in dieser Zeit diesem Anspruch von Justus Frantz etwas abgewinnen: Nichts ebnet der Jägerei mehr den Weg in die gesellschaftliche Akzeptanz als die Jagdmusik.
 
 
Über die Jahrhunderte galt das Jagdhorn blasen nicht nur der Verständigung der Jäger untereinander, sondern war besonders auch Ausdruck der Freude am Erfolg der Jagd, aus einem ursprünglichen Ton entwickelten sich über die verschiedenen Zeitepochen klangvolle Jagdsignale und Jägermärsche. Dieses jagdlich musikalische  Kulturgut verbindet heute, wie schon zu früheren Zeiten, die Menschen. Was wäre die Jagd ohne unser Brauchtum. Im Zeitalter hochtechnisierter Kommunikation wie What´s App und Facebook ist es für all die, die dem Jagdhornblasen zu getan sind und dieses auch beherrschen, ein Besinnen auf ihre Wurzeln, wenn man den Signalen im Wald und Feld lauscht und  mit seinem Horn weiterträgt.
 
 
Und eben so ein naturverbundenes  Brauchtumscorps sind die Beverunger Bläser. Vor 60 Jahren, 1954 gegründet, pflegt es seitdem die Tradition des Jagdhornblasens. Es besteht aus 21 Mitgliedern und befindet sich  unter der Leitung der Herren Günter Müller und Jürgen Wenzel Das jüngste Mitglied ist 15 Jahre alt, das älteste 78.  Ein „Mehr Generationen Corps“, das aus Freude an der Musik und der Naturverbundenheit  zusammen kommt und das auf seine 60 jährige Geschichte  sehr stolz sein darf.
 
 
Wo auch immer Jagdhornbläser auftreten, erleben wir, wie sie die Herzen ihrer Zuhörer im Sturm erobern. Denn wer kann sich nicht über einen zünftigen Hubertusmarsch, ein Wanderliedchen oder der von Bernie Schmidt vorgetragenen Post im Walde erfreuen. Auch wenn die Moderne uns inzwischen soweit gebracht hat, dass die Gesellschaftsjagden  heute fast ausnahmslos  nach Uhrzeit beginnen und enden, so lässt es mich doch zufrieden schmunzeln, wenn es  noch funkarme Gegenden gibt, in denen sich wieder auf das Weitergeben der Jagdsignale besonnen wird.
 
So freuen wir uns jetzt auf das Konzert der Bläsercorps des Kreises Höxter. In diesem Sinne wünsche ich Ihnen allen einen wundervollen Tag  und Danke fürs Zuhören.“
 
 
Britta Freifrau von Weichs
-Vorsitzende-