Protest gegen Etikettenschwindel im Jagdrecht

Remmels Gesetzentwurf schwächt Tier-, Natur- und Artenschutz

 

27. November 2014, Bad Driburg. Anlässlich des Besuchs von NRW-Umweltminister Remmel in Bad Driburg protestieren Jäger, Land- und Forstwirte, Grundeigentümer, Fischer und andere Naturschützer gemeinsam gegen die ungerechtfertigte Bevormundung des ländlichen Raums. Unter dem Motto „Für Land und Leute! Schluss mit den Verboten!“ kritisierten sie insbesondere die aktuelle Gängelungspolitik der Grünen im Jagdrecht.

 

 

„Der Entwurf des neuen Jagdgesetzes soll uns als „ökologisch“ verkauft werden. Dabei ist das Gegenteil richtig. Er ist ökonomisch und ideologisch motiviert und führt zu zahlreichen Verschlechterungen im Tier-, Natur- und Artenschutz“, weiß Britta Freifrau von Weichs, Vorsitzende der Kreisjägerschaft Höxter. 

 

Darüber hinaus werfe der Gesetzentwurf einen dunklen Schatten auf das Demokratieverständnis der Grünen. So soll der Landesjagdverband als legitime Interessensvertretung der Jäger entmachtet werden, obwohl diesem Verein 80 Prozent der Jäger in NRW angehören. 

 

Durch die Absicht, Sika- und Muffelwild auszurotten, Wildschweine in Notzeiten verhungern zu lassen und die Hundeausbildung drastisch zu beschneiden, bringt Remmel mit dem Gesetzentwurf nicht mehr, sondern weniger Tierschutz in das Jagdrecht. 

 

Zahlreiche Verbote und Einschränkungen bei der Bejagung von Beutegreifern, wie Fuchs, Steinmarder und Waschbär führen auch nicht zu mehr, sondern zu weiniger Artenschutz, denn diese Tierarten sind nicht vom Aussterben bedroht, viele ihre Beutetiere aber sehr wohl. Dies betrifft auch den Streit um die Lösung des Katzenproblems in unserer Natur, bei dem sich Remmel derzeit völlig konzeptionslos zeigt. Die von Jägern vorgeschlagene landesweite Einführung von Kastrations-, Registrierungs- und Chippflicht sowie einer Katzensteuer packt Remmel ebenso wenig an wie alternative Lösungen.

 

Freifrau von Weichs: „Was uns alle gemeinsam auf die Palme bringt, ist die respektlose Grundhaltung, die in jeder Zeile des Gesetzentwurfes sichtbar wird. Es fehlt der Respekt vor der Natur, vor der einzelnen Kreatur und vor dem Eigentum eines jeden Grundeigentümers im ländlichen Raum, denn dazu zählt auch das Jagdrecht.“ 


27. November 2014